Wie das Kipferl von Mödling nach Wien kam …
Weizenmehl, Wasser, Milch, Zucker, Öl, Germ und eine Prise Salz – das sind die Bestandteile der Kipferl. Mit anderen Worten, nichts, was die Natur nicht hergibt.Doch nicht nur die Kipferl stammen aus der einst noch letzten Dampfbäckerei in Österreich. Aufgrund des technischen Fortschritts wurden diese Dampfbacköfen dann durch Etagenöfen mit Steinplatten ersetzt. Doch das Ergebnis ist dasselbe – nicht bewegte Hitze, heiße Steinplatten und ein enormes Wissen über das Backen und vor allem der Respekt vor der Natur lassen gerade dieses Gebäck zu einem der Besten in Österreich werden.
DAS 'MÖDLINGER KIPFERL'
AUS DEM ARCHIV DER STADT MÖDLING
Band 9/4 fol. 72, Sessio 15. Juni 1699
Heunt hat Hr Viechtl durch den Feringer dem Hr Markt Richter und Einem Ehr(samen) Rath Erindern laß(en), das Ihro Maye(stät) die Römische Kayserin schon Etlich mahl und heunt widerumb Umb Mödlinger Kipfl einen reüttend Poth heraus geschickt, man kunte aber nichts hab(en), oder sye syn zimblich schwarz, wolle also Ein löbl. Magistrat dahin geh(en), und die beken darzuo anhalt(en), damit der Mödlinger Ruhm erhalten werde.
Die römische Kaiserin war Eleonore Magdalena von Pfalz-Neuburg, Mutter von Josef I. und Karl VI.
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